You can never own too much denim.
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Jeans Guide - Alles über Stoff, Formen und Schnitte

Unser Jeans Guide für Herren startet mit einem Blick in die Vergangenheit: Wusstest du, dass Levi Strauss 1853 die erste Jeans anfertigte, dass 1920 der Ausdruck „Blue-Jeans“ geprägt wurde und dass 1961 die erste Stretchjeans von Mustang auf den Markt kam? Jeans gibt es heute als robuste Freizeithose, cool im Used-Look oder mit superweichem Gripp, gepflegter Optik und enormer Flexibilität für den Casual Friday im Büro. Die Bandbreite der Modelle und Qualitäten ist so groß, dass der Überblick ganz schnell verloren gehen kann. Doch kein Grund zur Sorge, mit unserem Jeans Guide findest du dich leicht zurecht und filterst aus der vielfältigen Angebotspalette im Handumdrehen die Jeans heraus, die zu dir und deinen Ansprüchen passen.

Denn eins ist klar: In den Kleiderschrank eines Mannes gehören mindestens 3 verschiedene Modelle – und das am besten in unterschiedlichen Farbvarianten und mit verschiedenen Details. Dann bist du in der Freizeit und im Job stets gut gekleidet und die pure Lust auf Fashion kommt auch nicht zu kurz.

Die verschiedenen Jeans-Passformen

Der Jeans Ratgeber widmet sich nun den unterschiedlichen Passformen. Die eine kaschiert wie von Zauberhand Problemzonen, die andere unterstreicht optisch deine Beine – du solltest in jedem Fall wissen, welche Bedeutung die Passform-Bezeichnungen haben.

Skinny Fit

Diese Passform ist körpernah. Die Skinny Jeans schmiegt sich an deine Beine, der Stoff verfügt in der Regel über einen gewissen Stretch-Anteil. Hast du gut trainierte Waden und Oberschenkel? Dann lässt diese Passform deine Mühen erkennen. Falls du dich für ein etwas höher geschnittenes Modell entscheidest, zaubert die Jeans ein paar Pölsterchen in der Bauchregion weg.

Slim Fit

Ein wenig weiter geschnitten als Skinny-Fit-Jeans, aber immer noch recht figurbetont, ist die Slim Fit Jeans. Hauptkennzeichen ist das schmal zulaufende Bein, dass dir dennoch eine gewisse Bewegungsfreiheit lässt. Viele Slim-Fit-Modelle weisen einen Stretch-Anteil auf. Jeans mit diesem Schnitt sind beste Partner für große Männer mit gut trainierten Beinen. Wenn du kürzere Beine hast, steht dir dieser Schnitt trotzdem, denn er sorgt für eine optische Streckung.

Tapered Fit

Oben weit, unten eng – so lässt sich dieser Schnitt auf den Punkt bringen. Tapered heißt so viel wie Kegel und das bedeutet, dass der Bund weit ist und die Schnittführung am Bein zum Knöchel hin eng wird. Diese Hose mit dem Tapered Leg ist perfekt geeignet, um Problemzonen am Gesäß  und Oberschenkeln zu kaschieren. Im Vergleich zur Straight-Leg-Jeans sind sie enger geschnitten, sitzen jedoch lockerer als Skinny- oder Slim-Fit-Jeans. Wenn du muskulöse Oberschenkel und Waden hast, ist diese Hose dein bester Freund. Auch für große Männer ist der lockere Schnitt vorteilhaft. Weniger gut eignet sich die Tapered-Fit-Jeans für kleine Männer, da der Schnitt optisch staucht.

Straight Leg

Ein gerade geschnittenes Bein und ein entspannter Schnitt, das ist die Straight Leg Jeans. Sie sitzt locker und leger und ist für den Alltag ideal geeignet. An den Oberschenkeln ist die Jeans körpernah geschnitten, an den Waden hingegen sitzt sie etwas lockerer. Durch ihren entspannten Schnitt kommt sie sowohl für athletische Männer in Frage als auch für diejenigen, die allzu kräftige oder zu dünne Waden kaschieren wollen.

Boot Cut

Diese Schnittform ist von der Hüfte bis zum Knie gerade geschnitten und ab dem Knie leicht ausgestellt. Die Hosenbeine liegen locker auf den Boots auf und auch Sneaker lassen sich zu Boot Cut Jeans wunderbar kombinieren. Manche Modelle verfügen über einen engeren Schnitt am Oberschenkel, dann wirkt das ausgestellte Bein optisch etwas auffälliger. Boot-Cut-Jeans sind für Männer geeignet, die einen kleinen Bauch und starke Oberschenkel verbergen wollen, denn das ausgestellte Bein lenkt optisch von der ein oder anderen Problemzone ab.

Loose Fit

Bequem und unkompliziert ist der Loose-Fit-Schnitt. Er hat seinen Ursprung in der Arbeitswelt und ist in erster Linie durch viel Bewegungsfreiheit gekennzeichnet. Jeans im Loose Fit bieten viel Spielraum. Die Hosen liegen locker an Hüfte und Po weisen einen weiten Schnitt im Beinverlauf auf. Dank des großzügigen Schnitts kannst du Problemzonen am Gesäß und an den Beinen ganz lässig kaschieren.

Regular Fit

Regular Fit bedeutet, dass die Jeans durchgängig gerade geschnitten ist. Das Bein hat eine bequeme Weite. Diese Jeans eignet sich für jede Figur. Ideal aber ist die Regular-Fit-Jeans für Männer von kleiner Statur. Sie lenkt zudem von einem zu kräftigen Bauch ab und lässt auch starke Oberschenkel optisch verschwinden.

Welcher Jeansschnitt passt zu welcher Figur? Der Kurzüberblick im Jeans Ratgeber

Wer sich fragt, wie sich die perfekte Größe und der perfekte Schnitt finden lässt, der sollte sich ein Maßband sowie Zettel und Stift bereitlegen. So wird gemessen:

  • Bundweite messen: Miss die schmalste Stelle deiner Taille in Zentimeter. Rechne dann in Inch um, denn viele Jeansgrößen sind in Inch angegeben. Dazu teilst du die gemessene Zahl durch 2,54.
  • Schrittlänge messen: Miss die Innenbeinlänge vom Schritt bis zum Boden. Teile das Ergebnis durch 2,54.

Daraus ergibt sich die Jeansgröße. 

Beispiel: Bei einer Bundweite von 89 Zentimetern und einer Innenbeinlänge von 86 Zentimetern ergibt sich die Jeansgröße W35/L34.

Die Kurzübersicht der Schnittformen soll dir dabei helfen, die Jeans-Schnitte für dich sinnvoll einzugrenzen.

Regular Fit: Diese Jeans eignet sich für jede Figur.

Loose Fit: Für Männer mit kräftigen Hüften und starken Beinen.

Boot Cut: Geeignet für alle Körpergrößen, kaschiert eine starke Körpermitte.

Straight Leg: Für jede Körpergröße, ideal bei athletischem Körperbau, kaschiert zu starke oder zu dünne Waden.

Tapered Fit: Perfekt für große, kräftige Männer. Kleine Männer sollten diesen Schnitt meiden.

Slim Fit: Für jede Körpergröße geeignet, bestens für kleine Männer und empfehlenswert für große Männer mit gut trainierten Beinen.

Skinny Fit: Für schlanke, trainierte Männer und für Männer, die bei gut trainierten Beinen über eine etwas stärkere Bauchregion verfügen.

Jeans-Guide für Farben

Dunkle Farben machen schlank, schmeicheln der Figur und wirken optisch streckend. Deshalb gilt die Faustregel „je dunkler, desto besser“. Helle Jeanstöne kommen mit auffälligen Waschungen und Effekten in Frage, wenn du dünne Beine hast und körperlich etwas kräftiger erscheinen willst. Graue Jeans lassen den Look etwas unscheinbar wirken, starke Farbtöne hingegen sind ein wahrer Eyecatcher. Warum nicht einmal eine Denim Jeans in starken Farben zum Ringelshirt tragen oder eine mintgrüne Jeans zum legeren Hemd? Lass dich inspirieren und probiere etwas Neues aus!

Welche Waschung passt zu mir?

Eingewaschene Sitzfalten, Acid Washed mit Sprenkeln und Knittereffekten oder klassisch Stone Washed: Wenn du cool auftreten willst, sind Acid und Stone Washed Jeans eine gute Wahl. Unbehandelte Hosen, auch als Raw Denim bezeichnet, lassen den Stoff nagelneu wirken. Für den Mann, der Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt, ist Raw Denim wie gemacht. Voll auf Freizeit programmiert wirken Jeans, die gebleicht oder oil washed sind. Sie verfügen über eine ungleichmäßige Optik. Bleached und oil washed Jeans eignen sich für Männer, die den legeren Look lieben.

Unser Fazit: Du hast mehr Auswahl als du denkst

Ob dicke oder dünne Beine, starke Mitte oder Waschbrett-Bauch – es gibt für jede Figur den passenden Schnitt. Mit einer Regular-Fit-Jeans machst du nichts falsch, sie ist für jeden Mann eine gute Wahl. Gleiches gilt im Prinzip auch für Loose Fit, Boot Cut und Straight Leg. Skinny-Jeans sind Männern vorbehalten, die ihre trainierten Beine in Szene setzen wollen und kleine Männer sollten sich von Tapered-Fit-Jeans fernhalten. 

Wenn du diese Grundregeln kennst und mit einem Maßband deine perfekte Jeansgröße ermittelt hast, kannst du dir ganz leicht das passende Modell auswählen, welches farblich und vom Style her zu deinem Geschmack passt.

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