Worin liegt der Unterschied zwischen Smoking und Anzug? Wir klären auf!

Bestimmt hast du dir schon häufig die Frage gestellt: Was trägt „Mann“ bei welchem Anlass? Bei einer Einladung zum Essen in ein elegantes Restaurant oder bei einem geschäftlichen Termin wird die Entscheidung noch relativ leicht fallen – beide Szenarien sind ein Fall für einen schicken, wenn auch nicht extravaganten Anzug.

Wie sieht es aber beim Abiball vom Sohn, dem Abtanzball der Tochter oder einer Hochzeit aus? Du möchtest dann natürlich auf keinen Fall „underdressed“ erscheinen und vielleicht treibt dir die Bekleidungsfrage noch mehr Schweiß auf die Stirn, als der obligatorische Tanz, der auf solchen Veranstaltungen nicht fehlen darf.

Geht es dir auch so? Dann haben wir eine beruhigende Nachricht für dich: So kompliziert ist das eigentlich gar nicht. Vielfach ergibt sich die gewünschte Kleiderordnung bereits aus der Einladung. Wir werfen einen Blick darauf, wie du den Dresscode einer Veranstaltung richtig interpretierst und was den Smoking im Vergleich mit anderen Anzügen so besonders macht.

Alles beginnt mit dem Dresscode

Der Dresscode ist ausschlaggebend für die Wahl deiner Wahl deiner Kleidung. Welche Dresscodes es gibt und wie sich unterscheiden, erfährst du übrigens hier in unserem Ratgeber Beitrag. Basierend auf dem  jeweiligen Dresscode, welcher in der Einladung zur Veranstaltung vermerkt ist, solltest du daher entweder zum Anzug oder Smoking greifen:

  • “Festliche Kleidung”: Anzug
  • “Semi Formal”: Anzug
  • “Tenue Foncee”: Anzug
  • “Business Casual”: Anzug (ohne Krawatte)
  • “Business Attire”: Anzug
  • “Tageshochzeit”: Anzug
  • “Strandhochzeit”: Anzug
  • “Abschlussbal/ Abiball”: Smoking oder Anzug
  • “Nachthochzeit”: Smoking oder dunkler Anzug
  • “Formal”: Smoking oder dunkler Anzug
  • “Abendanzug”: Smoking
  • “Black Tie”: Smoking
  • “Cravate Noir”: Smoking
  • “White Tie”: Frack (weder Anzug noch Smoking)

Übrigens: Es geht noch festlicher! Steht auf der Einladung etwas vom „großen Gesellschaftsanzug“, „White Tie“ oder „Cravate Blanche“, ist vermutlich ein Frack erwünscht. Zur Not wird vielleicht bei solchen Veranstaltungen auch noch ein Smoking akzeptiert. Im normalen Anzug solltest du dich aber dort echt nicht blicken lassen.

Die Unterschiede zwischen Smoking und Anzug im Überblick

Bevor wir dir die Merkmale des Anzugs und des Smokings im Detail vorstellen, möchten wir dir einen kurzen Überblick über die einzelnen Bestandteile geben:

Merkmal

Smoking

Anzug

Jackett

Ein- oder zweireihiges Smokingjackett bestehend aus Wolle(-gemische) oder Samt. Kein Rückenschlitz. Klassischerweise schwarz (oder mitternachtsblau). Paspeltaschen an den Seiten des Jacketts.

Ein Kummerbund aus schwarzer Seide kann unter einem einreihigen Sakko getragen werden.

Anzugstoffe umfassen alle Arten von Wolle, Baumwolle oder auch Leinen. Das Jackett kann mit einer Weste kombiniert werden.

Revers

Traditioneller Satin Spiegel am Revers des Jacketts oder mit Rippseide bezogenes Spitzrevers

Gleiches Stoffrevers wie das Jacket

Knöpfe

Satin Knöpfe

Anzug Köpfe

Einstecktuch

Das Einstecktuch ist üblicherweise weiß.

Das Einstecktuch sollte im Kontrast zum Anzug stehen: Heller Anzug, dunkles Tuch. Dunkler Anzug, helles Tuch.

Krawatte oder Fliege

Traditionell eine schwarze Fliege. Ggf. bei weniger formellen Anlässen ist auch eine schwarze Krawatte möglich.

Zu einem Anzug sollte Mann eine Krawatte tragen. Eine bunte Fliege ist allerdings bei Anlässen wie Hochzeiten oder Abschlussbällen ebenfalls beliebt.

Hemd

Weißes Hemd mit verdeckter Knopfleiste und glatter Hemdbrust. Die Brust kann allerdings auch mit Plissee, Biesen oder Rüschen verziert sein. Das Hemd verfügt über einen sog. “Vatermörder-Kragen” oder herkömmlichen Umschlagkragen.

Das passende Hemd sollte je nach Anlass gewählt werden. Bei gemusterten Hemden sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es sich nicht mit dem Jackett in die Quere kommt. Mehr erfährst du unten.

Manschetten

Manschetten an den Ärmeln sind umgeschlagen und ggf. mit Knöpfen oder Steckknöpfen verschlossen sein.

Manschettenknöpfe sind bei einem Anzug kein Muss.

Hose

Die Hose ist mit einem Satinstreifen und Aufschlag versehen.

Anzughosen verfügen über keinen Satinstreifen, sollten allerdings stets gebügelt sein.

Socken & Schuhe

Schwarze oder dunkelblaue Strümpfe aus Seide kombiniert mit schwarzen, glänzenden Schuhen.

Generell sollte bei einem Anzug darauf geachtet werden, dass die Socken farblich zur Anzughose passen. Bei weniger formellen Anlässen sind seit einiger Zeit aber auch Socken mit Mustern beliebt.



Der Anzug – das Multitalent

Jeder Anzug und auch ein Smoking oder Frack besteht aus einem Jackett, welches auch als Sakko bezeichnet wird, und einer dazu passenden Hose. Bei dreiteiligen Anzügen gehört noch eine Weste dazu.

Im Gegensatz zum Smoking, der Teil der Abendgarderobe eines Herren sind, ist der normale Anzug ein Allrounder für viele Gelegenheiten und alle Tageszeiten – das kann aber natürlich auch abendliche Veranstaltungen mit einschließen.

Bei den Jacketts unterscheidet man zwischen einem einreihigen und einem zweireihigen Schnitt. Der Einreiher steht für eine Knopfleiste, der Zweireiher für zwei Knopfleisten, mit denen das Sakko überlappend geschlossen wird. Den Unterschied zwischen Einreihern und Zweireihern erklären wir dir in diesem Ratgeberbeitrag genauer. Hier erfährst du auch, wann du zu welchem Modell greifen solltest.

Exkurs: Wann muss welcher Knopf geschlossen sein?

Einreihige Sakkos haben einen, zwei oder drei Knöpfe. Beachte dabei bitte folgende Regeln:

Hat dein Sakko nur einen Knopf, dann muss das Jackett im Stehen zugeknöpft sein. Wenn du dich hinsetzt, machst du das Jackett auf. Du wirst vermutlich automatisch daran denken, denn mit einem geschlossenen Sakko sitzt es sich ziemlich unbequem.

Bei der Zweiknopf-Variante wird ausschließlich der obere Knopf geschlossen. Beim Sitzen ist auch hier die Jacke offen.

Verfügt dein Anzug über drei Knöpfe, musst du den mittleren Knopf zuknöpfen. Den oberen Knopf kannst du auch schließen, den unteren aber bitte nie. Wenn du dich setzt, ist die Jacke offen.

Mit einem dunklen Anzug von bugatti bist du gut und elegant angezogen. Als Anzugfarbe sind Schwarz, Anthrazit oder Dunkelblau besonders beliebt.

Wann sitzt der Anzug optimal?

Anbei haben wir noch eine kurze Checkliste für dich, anhand derer du ermitteln kannst, ob ein Anzug dir auch wirklich passt.

  1. Die Ärmel des Sakkos dürfen nicht zu lang sein. Man muss noch deine Hemdenmanschette sehen.
  2. Der Kragen darf nicht vom Nacken abstehen.
  3. Das Sakko sollte sowohl den Tascheneingriff der Hose als auch das Gesäß bedecken.
  4. Die Hose darf nicht zu kurz und nicht zu lang sein. Wenn das Hosenbein einen leichten Knick am Schuh wirft, hast du die richtige Länge gewählt.
  5. Kaufe keinen zu engsitzenden Anzug. Das Sakko darf am Revers nicht aufspringen und die Hosentaschen dürfen nicht aufklaffen.

 

Was passt zum Anzug?

Mit einem weißen Hemd und einer Krawatte oder Fliege in einer eher bedeckten Farbe liegst du auf jeden Fall richtig. Ist der Anlass eher„casual“, kannst du auch ein farbiges Hemd mit einer farblich dazu abgestimmten Krawatte oder Fliege zum Anzug tragen.

Mit einem passenden Einstecktuch verleihst du deinem Outfit das gewisse Etwas. Alles rund um das modische Accessoire liest du hier.

Zur Abrundung eines perfekten Gesamteindrucks solltest du einen Lederschuh und ausreichend lange, dunkle Socken – besser Kniestrümpfe – tragen. Ein „nacktes“ Männerbein ist tabu! Wie du Socken richtig kombinierst, erfährst du in unserem passenden Ratgeberbeitrag.

Viel passendes Zubehör für deinen Anzug-Look kannst du natürlich bei bugatti online erwerben.

Der Smoking – elegant für gehobene Anlässe

Der Smoking ist ein besonders eleganter Abendanzug. Die heutige Form des Smokings entwickelte sich aus dem „smoking jacket“ der Briten. Hierbei handelte es sich um ein Samtjackett, das die Gentlemen nach dem offiziellen Teil des Abends gegen die ursprüngliche, meist Frackjacke tauschten, wenn sie sich zum Rauchen oder Kartenspielen in einen separaten Raum zurückzogen.

Ein klassischer Smoking ist schwarz – allenfalls noch dunkelblau oder vielleicht schwarzgrau – und wird nach 18 Uhr zu abendlichen Veranstaltungen getragen. Das sogenannte Dinner Jacket ist dagegen weiß oder hellbeige und wird als Outdoorvariante des Smokings am Tage unter freiem Himmel getragen.

Der Smoking – wie wir ihn heute kennen – unterscheidet sich nur in Details vom normalen Anzug und ist streng genommen auch einer. Denn in seiner Grundkonzeption besteht auch der Smoking aus einem Sakko, einer Hose und einer Weste. Es gibt aber ein paar leicht erkennbare Unterscheidungsmerkmale.

 

Die Smoking-Jacke – das zeichnet sie aus

Woran erkennst du eine Smokingjacke? Am auffälligsten ist sicher das Revers, das mit einem sogenannten „Spiegel“ gearbeitet ist Das Revers ist nicht aus dem Oberstoff des Jacketts gefertigt, sondern aus meist glänzender Seide oder Satin. Zudem ist das Revers einer Smokingjacke nie fallend, sondern entweder steigend oder als Schalkragen gearbeitet.

Die beim normalen Anzug übliche Naht zwischen Kragen und Revers fällt weg. Der Kragen zieht sich ohne Unterbrechung bis zum Schließknopf hinunter. Außerdem wirst du keine schräg aufgesetzten Taschen oder Patten an den Hüfttaschen entdecken.

Die Smoking-Hose – eine Variante der klassischen Anzughose

Am leichtesten erkennst du eine Smokinghose am sogenannten Galon. Hierbei handelt es sich um einen, zum Spiegelmaterial der Jacke passenden, Seidenstreifen, der die äußeren Längsnähte der Hosenbeine verdeckt. Der Galon verdeckt auch den Eingriff der seitlichen Hosentaschen. Nach Gesäßtaschen wirst du vergeblich Ausschau halten.

Auch wenn du einen noch so schicken Gürtel in dem Kleiderschrank hast – dieser hat bei einer Smokinghose nichts zu suchen. Am besten fällt die Smokinghose, wenn du Hosenträger anhast. Diese gibt es aus Seide oder Barathea in Schwarz oder Weiß. Seitenspangen am Hosenbund sorgen für einen perfekten Sitz.

Kummerbund oder Weste – dein Geschmack entscheidet

Wenn du zum Smoking keine Weste tragen möchtest, dann ist der sogenannte Kummerbund Pflicht. Mit echtem Kummer hat das übrigens nichts zu tun.

Man sagt, dass britische Soldaten zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft die Schärpenmode aus Indien nach Europa gebracht haben. Aus dem persischen „kamarband“ (= Hüftgürtel) wurde dann über den englischen Begriff  cumberbund“ das deutsche Wort „Kummerbund“.

Ein Kummerbund ist also nichts anderes als eine im Rücken verstellbare Schärpe, die anstelle einer Weste um den Hosenbund getragen wird. Der Kummerbund sollte farblich auf die Fliege abgestimmt sein.

Wenn du dich für eine Weste entscheidest, solltest du möglichst ein optisch vorteilhaftes Modell ohne Revers wählen. Die Front einer Smoking-Weste kann aus schwarzer Seide oder dem Oberstoff des Smokings bestehen. Verzichte eher auf bunten Farben. Das ist alles andere als passend.

Zu einem zweireihigen Smoking wird übrigens weder Kummerbund noch Weste getragen, da eine zweireihige Smokingjacke nur geschlossen getragen wird.

Was gehört noch zum perfekten Smoking-Outfit - und was nicht?

Das klassische Hemd ist weiß, mit einer Umschlagmanschette und – damit die Fliege sitzt- dem sogenannten Kläppchen- oder Stehkragen. Die Knopfleiste ist idealerweise verdeckt.

Traditionell wird zum Smoking eine schwarze Fliege („black-tie“) getragen. Ein Einstecktuch rundet das Bild des perfekten Gentlemans ab.

Auf Schmuck solltest zu verzichten. Zum Smoking wird auch keine Armbanduhr getragen. Der Fokus soll ganz auf deiner Garderobe liegen. Glänzen dürfen allerdings die Manschettenknöpfe.

Stilvoll und passend zum Smoking sind schwarze Lackschuhe. Auf jeden Fall sollten die Schuhe, die du zum Smoking trägst, glänzend poliert sein. Die Strümpfe sollten ebenfalls schwarz und möglichst knielang sein.

Smoking vs. Anzug: Dieses Teil gehört auf jeden Fall in deinen Kleiderschrank

Wenn du häufiger zu Abendveranstaltungen eingeladen bist, solltest du einen Smoking samt passenden Accessoires, die übrigens auch bei bugatti erhältlich sind, im Bekleidungssortiment haben.

Ein normaler, dunkler Anzug ist zudem sowieso ein „Muss“ im Kleiderschrank. Mit einem weißen Hemd, einer Seidenkrawatte und einem hochwertigen Einstecktuch kannst du deinen Anzug festlich stylen. Damit bist du nahezu immer gut und elegant angezogen.

Da ein Frack nur bei relativ wenig Anlässen Pflicht ist, musst du ihn hingegen wirklich nicht in deinem Kleiderschrank haben. Und wenn du doch mal einen benötigst, dann kannst du dir ja auch mal einen leihen.

Mit einem schönen Anzug und einem festlichen Smoking bist du auf jeden Fall sehr gut ausgestattet und hinterlässt überall einen großartigen Eindruck!